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    Rebellion | Ich befreie mich | Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie

    Selbsterfahrungstherapie

    Ich befreie mich

    Ich habe erkannt, dass ich mich oft anders verhalte, als ich es gerne würde und richtig fände. Obwohl mir das auffällt und ich es nicht will, tue ich es immer wieder. Hinterher ärgere ich mich manchmal immer noch über die, „die mich dazu gebracht haben“, am meisten ärgere ich mich aber über mich selbst. Ich lehne mich für dieses Verhalten ab, habe Schuldgefühle und schäme mich vor mir selbst. Die Versuche, mich zu disziplinieren und mein Verhalten zu ändern, funktionieren immer nur eine Zeitlang, nämlich nur, bis mich irgendjemand wieder aus der Reserve lockt. Ich finde einfach keine Lösung.

    Ich bin mein Verhalten!

    Habe ich ein Verhalten erkannt, ist es notwendig, die Gefühle wahrzunehmen, die ich damit kontrollieren, unterdrücken oder verstärken will, die Überzeugung zu verstehen die zu diesem Verhalten gehört und zu erkennen welchen Gewinn mir dieses Verhalten bringt. Ich muss begreifen, dass das Verhalten zu meiner Persönlichkeit  (Das Kostüm, die Gestalt, das Erscheinungsbild, das ich entwickelt habe um nicht aufzufallen, um dazu zu gehören, anerkannt und geliebt zu werden.) und zu meinen Überlebensstragtegien gehört. Wenn ich mich von einem Verhalten befreien will, muss ich es für mich selbst und andere sichtbar machen.

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    Bevor ich etwas loslassen kann, muss mir erst einmal bewusst werden, das ich es bin die festhält!

    – Thomas

    Mein Verhalten sowie meine Gewohnheiten und Überzeugungen beeinflussen aus einer vor mir selbst und anderen verborgenen, unterdrückten Haltung (Überlebensstrategie) heraus mein Leben. Ich habe diese Haltung entwickelt, um abgespaltene Persönlichkeitsanteile, die ich als Bedrohung empfinde, in der Abspaltung festzuhalten, weil ich glaubte, wenn ich sie verstecke und ignoriere, können sie mir nicht schaden. Genau das Gegenteil ist der Fall! Aus der Unerdrückung heraus verursachen sie plötzliche, unerwartete und unpassende emotionale Reaktionen (Regression, Panikattacke, Aggression, …) auf „gewöhnliche“ Ereignisse in meinem Alltag die bei anderen keine nennenswerte Reaktion auslösen. Trotzdem kann ich mich nicht von ihnen befreien, weil ich überzeugt bin, verloren zu sein, wenn ich sie aufgebe.

    Erst wenn ich begreife, welche Haltung und Überzeugungen hinter meinem Verhalten und meinen Gewohnheiten stehen und vor welchen abgespaltenen Anteilen meiner Persönlichkeit sie mich schützen sollen – kann ich damit beginnen, mich davon zu befreien.

    Ich zeige mich!

    Ich zeige mich mit meinen Verhaltensmustern, Gewohnheiten, Überzeugungen und meiner Haltung – ich mache sie öffentlich. So oft es mir möglich ist, verlasse ich die Sicherheit meiner Kulissen und zeige mich, so wie ich wirklich bin.

    • Wenn ich mich zeige, kann ich mich entfalten und meine verborgenen, unterdrückten Verhaltensmuster, Neigungen, Vorstellungen, Gedanken und Gefühle können nicht länger ein unkontrollierbares Eigenleben führen. So nehme ich selbst den Druck aus mir raus.
    • Wenn ich mich zeige habe ich Angst, den Respekt, mein Ansehen, meine Position und meinen Halt in der Gesellschaft zu verlieren.
      • „Für mich ist es am wichtigsten, dass ich gut dastehe!“
      • „Was sollen denn die anderen denken!“
      • „Wie stehe ich denn da, wenn das alle wissen!“
      • „Ich kann mich nirgendwo mehr sehen lassen!“
    • Wenn ich mich zeige, bin ich nackt und sehr verletzlich. Deshalb ist es wichtig, bewusst und achtsam zu sein um mich nicht in Gefahr zu bringen. Ich kann nicht erwarten, dass alle Menschen, denen ich mich zeige, Verständnis für mich haben. Sie könnten sich von meiner Offenheit bedroht fühlen oder meine Verletzlichkeit und scheinbare Schwäche ausnutzen.
    • Wenn ich mich zeige, sage ich meine Meinung auch dann, wenn ich nicht weiß, ob es andere genauso sehen wie ich. Ich sage, was ich denke und was ich für die Wahrheit halte, auch wenn ich andere damit beleidigen oder verletzen könnte. Das kann zu Konflikten und Ausgrenzung führen, deshalb tue ich das achtsam und bewusst. Ich beobachte mich dabei und übernehme Verantwortung für das, was ich sage. Ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen oder mich zu entschuldigen, wenn ich zu weit gegangen bin.
    • Wenn ich mich zeige, bin ich hart und aggressiv. Auch wenn ich in solchen Momenten den Kontakt zu mir verliere, versuche ich achtsam zu sein, um wahrzunehmen, wann ich dissoziiere und aus welcher Verletzung heraus ich mich so verhalte.
    • Wenn ich mich zeige, bin ich mit meiner Aufmerksamkeit immer bei mir. Wenn ich mich in meinem Gegenüber verliere, beispielsweise mit Schuldzuweisungen, suche ich den Weg zurück zu mir, um meine Gefühle (Angst, Wut, Trauer, Schmerz, …) wahrzunehmen und mein Verhalten zu begreifen.
    • Wenn ich mich zeige, lasse ich keinen Raum für Vermutungen, Vorurteile und Spekulationen. Ich erlaube mir so zu sein, wie ich wirklich bin.

    Ich zeige mich mir selbst und anderen, so wie ich wirklich bin.

    Ich begreife mich!

    Durch Beobachten, Hinschauen, Wahrnehmen, Verstehen und Achtsamkeit habe ich im ersten Entwicklungsschritt erkannt, mit welcher Haltung und welchen Überzeugungen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten ich durch mein Leben gehe. Durch Begreifen, Anerkennen, Fühlen, Achtsamkeit und mich so zeigen wie ich wirklich bin befreie ich mich im zweiten Schritt von der Zwanghaftigkeit meiner Gewohnheiten, Verhaltensweisen, Überzeugungen und am Ende von meiner antrainierten Haltung.

    Für den zweiten Schritt ist es wichtig, dass ich den Unterschied zwischen Erkennen und Begreifen verstehe.

    „In einem Garten, an dem ich jeden Tag vorbeilaufe, wachsen viele Blumen. Wenn ich hinschaue, kann ich sie sehen. Wenn ich sie mit Achtsamkeit betrachte, kann ich sie unterscheiden und erkenne unterschiedliche Farben und Formen. Wenn ich sie berühre, kann ich sie mit den Sensoren meiner Haut spüren und wenn ich an einer Blüte rieche, dringt ihr Duft direkt in meinen Körper. So begreife ich die Blume, an der ich jeden Tag vorbeilaufe, mit all meinen Sinnen in ihrer ganzen Schönheit und Individualität. Von nun an werde ich diese Blume wahrnehmen, wenn ich vorbeilaufe.“

    In diesem Teil des Prozesses genügen Worte nicht mehr, um das zu beschreiben, was ich aktiv tun und was ich passiv geschehen lassen muss um mich zu befreien. Ich muss meinem Körper erlauben, sich auszudrücken, ich muss es wagen, die Kontrolle zu verlieren, ich muss jedes Gefühl und jede Erinnerung willkommen heißen, egal wie schmerzhaft, unerträglich und peinlich das ist.

    Bevor ich mich von meinen Verhaltensweisen, Gewohnheiten, Überzeugungen und meiner Haltung befreien kann, muss ich begreifen, mit all meinen Sinnen erfassen, warum ich schon so lange mit ihnen lebe, warum ich an ihnen festhalte und welchen Vorteil ich dadurch habe. Genauso, wie ich den Schmerz und das Leid spüre, den sie in meinem Leben verursachen.

    • Ich begreife meine Verhaltensweisen!
    • Ich begreife meine Gewohnheiten!
    • Ich begreife meine Überzeugungen!
    • Ich begreife meine Haltung!

    Ich habe Angst, aber ich will!

    In den ersten Jahren nach meiner Geburt habe ich mich in meine Haltung hinein entwickelt, das geschah als (Überlebens)-Reaktion auf die ererbte Belastung meiner Vorfahren und die mich umgebenden Verhältnisse. In diesem Milieu konnte ich, die meinem Selbst entsprechende eigene Haltung – mein Rückgrat nicht entwickeln. Um zu überleben, musste ich mich in ein konformes Korsett (Ich – Persönlichkeit) aus Prägungen und Konditionierungen pressen, heute ist das mein Gefängnis und gleichzeitig mein einziger Halt.

    Ich habe große Angst, dass ich jeden Halt verliere und ohne dieses Korsett für immer verloren bin. Woran soll ich mich festhalten? Wonach soll ich mich richten? Mir ist gar nicht bewusst, dass ich eine Wirbelsäule (Rückgrat) habe, die mir gleichzeitig Halt, Haltung, Ausrichtung, Beweglichkeit, Spontanität und Lebensfreude ermöglicht.

    Ich habe große Angst, aber mehr als alles andere will ich mich aus dieser engen und starren Identifikation (Ich – Persönlichkeit) befreien. Ich habe den Mut jeglichen Halt zu verlieren und ins Bodenlose zu stürzen. Ich bin bereit alles zu verlieren um mein Leben zurückzugewinnen! Mir ist bewusst, dass es unerträglich und schmerzhaft sein wird, dass ich hoffnungslos und verzweifelt sein werde und dass es einige Zeit dauern kann. Ich habe den Willen, die Ausdauer, die Beharrlichkeit und die Geduld, diesen Weg zu gehen.

    Fazit

    Mich in allen Situationen meines Lebens zu beobachten und zu analysieren ist zur Routine geworden – „Ich zuerst!“ wird immer selbstverständlicher.

    • Bevor ich anderen die Schuld gebe – schaue ich bei mir.
    • Anstatt mir Gedanken über das Verhalten anderer zu machen – analysiere ich mich.
    • Ich begründe mein Verhalten und meine Gefühle nicht mit dem Verhalten anderer – sondern suche bei mir nach der Ursache.

    Ich verstehe mit welchen Identifikationen ich mein Verhalten, meine Gewohnheiten und Überzeugungen sowie meine Haltung begründe und aufrecht erhalte. Ich sehe mit welchen Kulissen, Kostümen und Masken ich meinen Alltag und im besonderen meine Beziehungen zu anderen Menschen gestalte. Ich begreife jeden Tag ein wenig mehr warum ich das auf diese Art tue und lerne so mich aus dieser Fehlorientierung zu lösen. Jetzt ist es mir ab und an möglich Selbst wahrzunehmen, ich bekomme eine Ahnung davon welches Potential darauf wartet gelebt zu werden und welche Traumata dort auf Heilung warten.

    Das Ziel ist Menschlichkeit!

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    ©2021 Heilpraktikerin Petra Maria Quack & Thomas Maria Quack Heilpraktiker für Psychotherapie